TATHAGATA ABHIDAMMA
Das Immersiegende Gesetz der Wahren Sieger
Die Realität des Universums
Chakras und die Fünf Körper
Die Chakras
Wenn wir mit unseren spirituellen Übungen begonnen haben, wie bewegen wir uns dann weiter vorwärts? Wie bereits in früheren Abschnitten besprochen wurde, beginnt jeder mit der Erweckung des Kundalini, der mysteriösen Energie, die in unserem Steißbein verborgen liegt.
Der erweckte Kundalini entfesselt die folgenden neun Chakras nacheinander, an der Wirbelsäule aufstrebend.
Diese Chakras umschließen Muladhara Chakra, Svadhisthana Chakra, Manipura Chakra, Chandra Chakra, Surya Chakra, Anahata Chakra, Visuddha Chakra, Ajna Chakra und Sahasrara Chakra. Jedes dieser Chakras ist eine Tür zu einer eigenen Welt.
Die Chakras sind die spirituelen Zentren unseres Körpers. Jeder von uns besitzt diese Chakras, aber in gewöhnlichen Menschen befinden sie sich im Schlummerzustand. Sie entwickeln sich bei der Erweckung des Kundalini, welche bei der eigenen spirituellen Übung stattfindet.
Chandra und Surya werden für weniger wichtig gehalten, verglichen mit den anderen sieben Chakras. Sie sind etwa nur ein Fünftel an Größe der anderen Chakras. Je höher die Lage des Chakra ist, desto höher ist seine Stufe.
Das Muladhara Chakra
Laßt mich kurz die Chakras nacheinander beschreiben. Wenn man mit hellseherischen Kräfte auf dem Muladhara Chakra blickt, so ist er rot und sieht wie ein umgedrehter Triangel aus.
Das Svadhisthana Chakra
Das Svadhisthana Chakra hat acht Blütenblätter, in deren gemeinsamen Zentrum sich ein Halbmond befindet. Er ist orangenfarben und stetig vibrierend.
Das Manipura Chakra
Das Manipura Chakra ist quadratförmig und leuchtet tiefblau.
Das Chandra Chakra
Das Chandra Chakra ist einem Vollmond gleich, sowohl in Form wie in Farbe.
Das Surya Chakra
Das Surya Chakra gleicht einer kleinen Sonne. Seine Farbe ist brennend orange.
Das Anahata Chakra
Es gibt insgesamt drei Anahata Chakras: einen an der rechten Brustwarze, den anderen an der linken Brustwarze und den dritten dort, wo sich die zentrale Körperlinie und die Verbindungslinie zwischen beiden Brustwarzen kreuzen.
Das an der linken Brustwarze ist ein goldenes Sechseck mit zwölf umschließenden Blütenblättern, das mittlere ist ein himmelblauer Fünfeck mit zehn Blütenblättern, das rechts ein tiefroter Kreis ohne Blütenblätter.
Das Visuddha Chakra
Das Visuddha Chakra ist ein Kreis mit sechzehn Blütenblättern. Seine Farbe ist grau.
Das Ajna Chakra
Das Ajna Chakra besitzt zwei lange Blütenblätter, von denen jedes in achtundvierzig kleinere Blütenblätter unterteilt ist. Seine Farbe ist silber, sein Form die der Ellipse.
Das Sahasrara Chakra
Das Sahasrara Chakra ist sphärenförmig und leicht bläulich-silber.
Die Entfesselung der Chakras
Welche Arten von Begierden und Leidensursachen löschen wir aus, wenn diese Chakras befreit worden sind? Wenn Muladhara befreit worden ist, verlieren wir unsere Boshaftigkeit. Wenn Svadhisthana befreit ist, geben wir unsere sexuellen Begierden auf.
Ist Manipura befreit, werden wir frei von der Begierde nach Nahrung.
Wenn Chandra befreit ist, wird die Unreinheit unserer Vorstellungen beseitigt. Mit Surya wird unsere Wut ausgelöscht, mit Anahata unsere Unterwürfigkeit und mit Visuddha unser Neid. Ist Ajna befreit, verzichten wir auf die Erfüllung unserer Wünsche in dieser Welt.
Und schließlich, wenn Sahasrara befreit ist, erlangen wir die Erlösung.
Laßt uns nun zur Erläuterung der fünf Körper, welche sich aus diesen Chakras manifestieren, übergehen.
Die fünf Körper
Jeder einzelne von uns hat diese fünf Körper in sich. Die Anzahl der Körper ist je nach Abstammung verschieden. Einige behaupten, es seien drei, andere wiederum, daß es fünf seien.
Ich werde an dieser Stelle die fünf wichtigsten nennen: der Körper der Verwandlung (Nirmanakaya), der Körper des Dharma (Dharmakaya), der Körper der Belohnung (Sambhogakaya), der Körper der Wahren Natur und der Körper des Unzerstörbaren (Vajra-Körper).
Der Körper der Verwandlung (Nirmanakaya)
Der Körper der Verwandlung stammt vom Manipura Chakra. Mit diesem Körper kann man alle Sphären der Unteren Sphäre der Form, von den Himmeln bis zu den Höllen, erfahren. Er kann sich ebenfalls in der Sphäre der Begierde manifestieren.
Nur ein fortgeschrittener Praktizierender ist fähig, diesen Körper zu gebrauchen, folglich sind die Emotionen größtenteils gebannt. Wenn ein Heiland oder Buddha in der Menschensphäre erscheint, dann benutzt er diesen Körper.
Der Körper des Dharma (Dharmakaya)
Der Körper des Dharma stammt vom Anahata Chakra. Seine Bereiche sind die Mittlere und Untere Sphäre der Formlosigkeit.
Der Körper der Belohnung (Sambhogakaya)
Der Körper der Belohnung stammt vom Visuddha Chakra. Sein Bereich ist die Obere Sphäre der Form.
Der Körper der Wahren Natur
Der Körper der Wahren Natur, der vom Ajna Chakra stammt, verkehrt in der Oberen Sphäre der Formlosigkeit.
Der Körper des Unzerstörbaren (Der Vajra-Körper)
Der Körper des Unzerstörbaren stammt vom Sahasrara Chakra. Er ist der Atman
Die Kanäle, Winde und die Geistesflüssigkeit
Die Kanäle, Winde und die Geistesflüssigkeit
In den Tantra- und Vajrayana-Praktiken (diese Praktiken werden in späteren Bänden im Detail erläutert) wird eine schnelle Erlösung durch Sublimierung und Reinigung der drei Elemente, nämlich der Kanäle, der Winde und der Geistesflüssigkeit, herbeigeführt.
Die Kanäle sind die 72.000 Nadis in unserem Körper. Der Wind ist diejenige Energie, die durch die Kanäle strömt, und unser Bewußtsein, welches sich auf dieser Energie fortbewegt, ist die Geistesflüssigkeit.
Die Reinigung der Kanäle, Winde und der Geistesflüssigkeit
Was bedeutet die Reinigung der Kanäle? Sie bedeutet, die Verschmutzungen in unseren früheren Erfahrungen aufzuheben bzw. auszulöschen.
Was heißt es, die Winde hinauf zu lenken und sie zu verstärken? Es heißt, daß man das eigene Bewußtsein auf ein höheres Stadium durch Praktizieren von Tugend, Verdienst und Dharma hinlenkt.
Was ist die Reinigung der Geistesflüssigkeit? Die Geistesflüssigkeit wird allein durch das Praktizieren der geistigen Ruhe gereinigt.
Die drei Kanäle
Unter den bewußten 72.000 Kanälen gibt es drei von besonderer Bedeutung. Diese sind: Sushumna in der Mitte, Ida zur Linken und Pingala zur Rechten.
Ida (Der linke Kanal)
Ida beginnt links vom Steißbein, nimmt seinen Weg durch die Chakras und mündet links vom Ajna Chakra. Dieser Kanal führt die Energie der Verblendung. Anders ausgedrückt, wenn die Energie ruhig durch diesen Kanal strömt, überkommt einen die Verblendung.
Pingala (Der rechte Kanal)
Folglich beginnt Pingala rechts vom Steißbein, nimmt seinen Weg durch die Chakras und mündet rechts vom Ajna Chakra. Er führt die Energie der Boshaftigkeit. Mit anderen Worten, wenn dieser Kanal rein ist, dann wird man hitzig und boshaft.
Sushumna (Der mittlere Kanal)
Sushumna, der mittlere Kanal, führt die Energie des Anhaftens, welche einschließt: das Anhaften am Sex, an die Nahrung und so weiter. Diese Streßenergien werden als Kundalini sublimiert und steigen diesen Kanal hinauf.
Ist der Sushumna verstopft, dann findet kein Aufstieg des Kundalini statt, folglich besitzt man eine Masse von Arten des Anhaftens. Der einzige Weg, diese Anhaften zu beseitigen, besteht in der Reinigung des mittleren Kanals.
Die Reinigung der drei Kanäle
Wenn der Sushumna gereinigt worden ist, kann man das Anhaften eliminieren. Wenn Ida und Pingala rein und mit Energie gefüllt sind, manifestieren sich die beiden Grundgifte Verblendung und Boshaftigkeit.
Ihr könntet denken, daß man dann besser fortkäme, wenn diese beiden Kanäle nicht gereinigt würden - dem ist nicht so.
Es ist weitaus schlechter, wenn sie verstöpft sind, weil das bedeutet, daß man ein niedrigeres Niveau von Verblendung und Boshaftigkeit hat.
Wenn zum Beispiel die Energie der Boshaftigkeit beim Svadhisthana Chakra veststeckt, bedeutet das, daß die Boshaftigkeit mit der sexuellen Begierde verbunden ist.
Die Stockung des Energiestromes beim Manipura Chakra bedeutet Boshaftigkeit, die sich auf die akademische Bildung oder auf das Talent geworfen hat.
Anders gedrückt, je höher die Energie aufsteigt, desto höher ist die Qualität der Energie.
Was also sollen wir tun? Wir müssen zunächst die beiden Kanäle reinigen und sowohl Verblendung wie Boshaftigkeit zu deren höchsten Qualitäten sublimieren.
Im Anschluß daran müssen wir diese zwei Energie auf den mittleren Kanal überleiten und daselbst in die Energie des Anhaftens verwandeln.
Das ist die Bedeutung der Reinigung von Ida und Pingala. Die Reinigung von Ida und Pingala gebiert das Anhaften, die Streßenergie, und diese steigt als Kundalini auf.
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